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Wissenswertes über Saunasteine

Granitsteine
Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Welche Saunasteine bieten den besten Gegenwert fürs Geld
und was sollte noch beachtet werden?

Der Mega zum Beispiel von EOS beeindruckt mit einer Steinkapazität von 120 kg – das ist schon mehr als ein Wort! Doch welche Saunasteine bieten den besten Gegenwert fürs Geld und was sollte noch beachtet werden? Saunasteine unterliegen einer sehr hohen Belastung; die obersten Steine auf dem EOS Mega weisen eine Temperatur von bis zu 180 °C auf und die tiefer liegenden Steine in unmittelbarer Nähe der Heizstäbe können bis zu 350 °C heiß werden. Die Heizstäbe erreichen eine Temperatur von über 500 °C.

Durch die Hitze dehnen sich die Steine geringfügig aus – beim Aufguss werden sie extremen Temperaturunterschieden ausgesetzt und ziehen sich wieder zusammen. Dieses heißkalte Wechselspiel bringt die Saunasteine an ihre Belastungsgrenze und sie beginnen mit der Zeit zu verschleißen. Kleine Splitter lösen sich und fallen auf den Boden beziehungsweise blockieren die Zwischenräume, Risse ziehen sich durch die Steine und die Poren können durch Reste von Aufgussmitteln verstopfen. In einer gewerblichen Saunakabine mit rund zwölf Aufgüssen am Tag, sind die Steine vielleicht drei Monate zu verwenden. Sie werden den Unterschied von frischen und verbrauchten Steinen beim Aufguss merken!

Es werden natürliche Saunasteine, technisch gehärtete und Vollsynthetik- Steine angeboten. Der typische Saunastein besteht aus Granit, Diorit, Gabbro oder Peridotit. Bei dem beliebtesten Saunastein sowohl in Deutschland als auch in Finnland, handelt es sich um den blaugrauen Olivindiabas aus der Region Satakunta im Westen Finnlands. Diese Saunasteine sind thermisch stark belastbar und verfügen über eine hohe Wärmespeicherkapazität.

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Technisch gehärtete Saunasteine aus Olivindiabas haben eine 3-4-mal längere Nutzungsdauer als der Original-Granit. Bei vollsynthetischen Keramiksteinen spricht man von einer mindestens 5-fachen Nutzungsdauer. Vielleicht haben Sie auch schon einmal gehört, dass man nur mit den natürlichen Steinen einen wirklich guten Aufguss hinbekommt? Natursteine sind zwar rauer, meiner Ansicht und Erfahrung nach handelt es sich hier eher um Saunalatein vom Feinsten, aber probieren geht manchmal über studieren und so möchte ich meine persönliche Meinung nicht unbedingt als der Weisheit letzter Schluss hinstellen – machen Sie diesbezüglich am besten Ihre eigenen Erfahrungen!

Wichtiger ist, die gelieferten Steine vor dem Einsetzen in den Steinkorb des Ofens gründlich abzubürsten und zu waschenBitte verwenden Sie keine Reinigungsprodukte irgendwelcher Art und reinigen Sie die Steine auch, wenn Sie als ofenfertig verkauft wurden. Wer meint, sich diese durchaus mühselige Arbeit schenken zu können, wird beim ersten Aufguss voraussichtlich mit allerlei Dreck unter dem Ofen oder noch unangenehmer, mit einer farbigen Wasserdampfwolke bestraft. Der gelöste Staub an der Wand passt vielleicht nicht unbedingt zur Maserung des neuen Holzes?

Wichtig für einen gelungenen Aufguss ist unter anderem die Art und Weise, wie Sie welche Steine im Saunaofen aufschichten. Wählen Sie möglichst rundliche Steine und legen Sie die kleinsten Steine nach unten. Bauen Sie keinen Wall, sondern achten Sie auf größtmögliche Zwischenräume – die Luft muss zirkulieren können! Die größten Steine bilden die Oberfläche und werden so gelegt, dass das Aufgusswasser abfließen kann. Seien Sie nicht zu sparsam mit den Steinen – die oberste Steinlage darf rund 20 cm über den Ofenrand aufragen.

Wenn Sie von oben auf die Steine schauen und die glühenden Heizstäbe sehen sollten – spätestens dann ist es Zeit, die Steine neu aufzulegen. Es muss sichergestellt sein, dass kein Aufgusswasser direkt auf die Heizstäbe trifft! Falls Sie nach einem Aufguss unter dem Ofen eine Wasserlache  vorfinden, sollten Sie Ihr Aufgussverhalten dringend überdenken …